Educação e Filosofia
Print version ISSN 0102-6801On-line version ISSN 1982-596X
Abstract
DIAS, João Paulo Andrade. Verankerung in den Namen, Verharren in den Ideen. Adorno spielt Hölderlin auf. Educação e Filosofia [online]. 2023, vol.37, n.81, pp.1585-1616. Epub Jan 24, 2024. ISSN 1982-596X. https://doi.org/10.14393/revedfil.v37n81a2023-70301.
Der Aufsatz geht um Theodor W. Adornos Interpretation von Hölderlins Spätlyrik. Das Hauptziel hier ist es, die Schritte der ästhetischen Analyse der im Jahr 1963 Rede an die Hölderlin-Gesellschaft zu demonstrieren und dabei die Präsenz der Idee von Parataxe zu betonen. So gliedert der Aufsatz Adornos Vorgehen in drei interpretative Schichten: die Begriffe Sachgehalt, immanentes Gesetz der Gestaltung und Wahrheitsgehalt. Erstens sucht Adorno nach philologischen und kunstsoziologischen Bezügen, um an die Nähe Hölderlins zum deutschen Idealismus zu erinnern. Das war eine Strategie, mit der er die damals in Deutschland gängige Heidegger-Interpretation widerlegen ward. Im Folgenden analysiert Adorno die poetische Gestaltung, um zu zeigen, wie Hölderlin an den philosophischen Debatten seinerzeit teilnahm, seine Position markierte und sich von Hegels Erkenntnistheorie und Geschichtsphilosophie entfernte. Der aus der ästhetischen Analyse gerettete Wahrheitsgehalt schlägt zuletzt Begriffe vor, die Adorno in seiner Jugendphilosophie schon verwendet hat, wie etwa den Begriff der Naturgeschichte, bereitet aber auch Begriffe vor, die erst in Negativer Dialektik erscheinen werden, einem Werk, das auf die vom Autor selbst in Dialektik der Aufklärung formulierte Vernunftkritik antwortet. Die zentrale These des Aufsatzes besteht in der Transversalität der Idee von Parataxe.
Keywords : Theodor W. Adorno; Friedrich Hölderlin; Sachgehalt; Wahrheitsgehalt; Parataxe.












